• Letztes Update:   08. Juni 2016

Protest gegen Neonazidemonstration am 18. Juni 2016 in Merseburg

Das Merseburger Bündnis gegen Rechts veranstaltet anlässlich eines geplanten Aufmarschs von Neonazis auch in diesem Jahr mehrere Protestveranstaltungen in der Stadt. Wie in den vergangenen Jahren nimmt die neonazistische Gruppe aus dem Saalekreis namens "Kollektiv Mitteldeutschland" (zuletzt "Kampfbündnis Mitteldeutschland") den Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR zum Anlass. "Neonazistische Akteure aus der Region behaupten auch in diesem Jahr, sie würden an die Ereignisse des 17. Juni 1953 in der Industrieregion um Merseburg erinnern. Menschen in der gesamten DDR schlossen sich damals für politische Meinungsfreiheit und Demokratie zusammen. Neonazis missbrauchen heute den Aufstand von 1953 für ihre Ziele. Ihre Ideologie steht für Diktatur, nicht für Emanzipation, Demokratie und Menschenrechte", heißt es dazu im Aufruf vom Bündnis "Merseburg gegen Rechts".

Regionale Koordinierungsstelle im Mehrgenerationenhaus angesiedelt

Mehr als 40 Teilnehmende aus Schulen und anderen Bereichen der Bildungsarbeit tauschten sich am 05. April 2016 auf der Regionalkonferenz der Courage-Schulen im Saalekreis aus. Die Veranstaltung fand im Mehrgenerationenhaus Merseburg statt. Die dort ansässige Geschichtswerkstatt Merseburg-Saalekreis e.V. wurde durch die Bundeskoordination der Kampagne „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ offiziell zur Regionalkoordination für den Landkreis Saalekreis ernannt. Damit kann der Verein seine erfolgreiche demokratiefördernde Arbeit mit und an Schulen fortsetzen.

Mehrgenerationenhaus Merseburg – weltoffen, solidarisch und engagiert vor Ort

Seit Ende des letzten Jahres findet jeden Freitag ab 16.00 Uhr das „Café Connect“ im Mehrgenerationenhaus Merseburg statt. Dieses Angebot bietet in ruhiger Atmosphäre die Möglichkeit, Kontakte zwischen Geflüchteten und alteingesessenen Nachbarn zu knüpfen. Menschen, die vor Konflikten, Krieg und Armut nach Europa, Deutschland und in den Saalekreis geflüchtet sind, brauchen ein Zeichen des Willkommenseins und Unterstützung zur Integration in unserer Gesellschaft. Das Café bietet aber auch die Chance, auf praktischem Wege Vorurteile abzubauen, gemeinsam zu diskutieren und Ideen auszutauschen.